2. Honigernte

Letzte Woche haben wir die 2. Honigernte erledigt. Es ist so unfassbar viel passiert in den letzten Wochen bei den Bienen, ich komme überhaupt nicht hinterher es zu berichten…deshalb hier nur ein paar Stichworte:

-2 Ableger Anfang Juni gemacht

-1. Honigernte, richtig weißer Rapshonig, aber leider zu hoher Wassergehalt…:-(

-Schwarmtrieb von Volk 3 einigermassen gebändigt, alle Weiselzellen raus, aber der Schwarm will nach 3 Wochen immer noch nicht da bleiben.

-Gründungsmitglied von neuem Imkerverein  „Bee Friends Frankfurt“

-1 Ableger Ende Juni gemacht

-2. Honigernte…PERFEKT…ca. 40kg von unseren 2 neuen Völkern und ca. 15kg ein weiteres Mal von Volk 2, einfach wahnsinnig viel und super Konsistenz

-Am WE kommt der 3. und letzte Teil vom Grundkurs dran, ich kann sagen, der Kurs hat sich jetzt schon mehr als gelohnt! 😀

-Honig abfüllen in Gläser ist für diese oder nächste Woche geplant…

-Honigverkauf läuft bestens.

Wow, es war wirklich viel Arbeit mit den Mädels in letzter Zeit, aber es kommt ja auch wieder eine ruhigere Phase. Wir planen noch einmal zu Schleudern, (je nach Eintrag, spätestens in 3 Wochen), dann sind wir erst ma aus dem gröbsten raus.

 

Nr. 3 will nicht bleiben

…wow, das erste Mal, dass wir ein Volk haben, dass abschwärmen will! Wir haben gestern um die 7  (SIEBEN!) gefüllte  Weiselzellen in Volk 3 gefunden. Das sind Nachschaffungszellen für eine Königin und das eindeutigste Anzeichen, dass das Volk schwärmen will. Weiterhin hatten sie sich auch nicht mehr um den Wiederausbau des Honigraums gekümmert, das ist das Zeichen Nr. 2, was aber im Zweifelsfall nicht sooo einfach zu beurteilen ist. Den Honigraum öffnet man ja als erstes, da hatte ich mich schon gewundert, dass hier so wenig los war.

Trotz dem wir schon einen Ableger gemacht haben, (dh. das Volk etwas verkleinert und ein 2. Volk daraus zu entwickeln) und die Königin vom letzten Jahr ist, wollen sie trotzdem abschwirren????? Wir haben nun alle Nachschaffungszellen kaputt gemacht, um den Schwarmtrieb zu drosseln, (ohne 2. Königin schwärmen sie nicht), trotzdem rätseln wir herum, woran das nur liegen könnte. Die weiß markierte Königin haben wir gesichtet, sie ist also noch da.

Ansonsten läuft alles gut, ich bin gespannt, wie sich die Ableger so machen, und die Entwicklung dieses schwarmwilligen Volkes weitergeht. Werden wir verhindern können, dass sie uns davon fliegen???? Es bleibt spannend. 😀

Schleudern ist angesagt

Sehr schön: Letzte Woche haben wir den Wassergehalt des eingetragenen Honigs von 2 Völkern untersucht. Er lag bei dem einen Volk bei ca. 18,5%  bei Volk 2 um die 19%. Damit liegen wir momentan in der zur Ernte freigegebenen Zone des erlaubten Wassergehalts der Deutschen Honig Verordnung. Da wir aber den Bedingungen des Deutschen Honig Bundes entsprechen wollen, müssen wir noch ein bißchen warten, bis die Bienen den Wassergehalt noch etwas runter gefahren haben.

Wassergehalt  Dt. Honig V.  DIB Bestimmung
a. allgemein max. 20 % (DIN/AOAC) max. 18 % (DIN/AOAC)
b. Kleehonig max. 23 % (DIN/AOAC) max. 18 % (DIN/AOAC)
c. Heidehonig max. 23 % (DIN/AOAC) max. 21,4 % (DIN/AOAC)
Quelle: http://deutscherimkerbund.de/229-Echter_Deutscher_Honig_Qualitaetsrichtlinien

Sinn dahinter ist: Je höher der Wassergehalt, desto schneller kann der Honig verderben oder gären. Denn Zucker + Wasser + bestimmte Mineralstoffe + Zeit = Alkohol

Voraussichtlich werden wir in 2 Wochen das erste Mal in diesem Jahr ernten können. Jipieee! 😀

Neues von meinen Bienchen

Letzte Woche war eigentlich nur eine kurze Durchsicht geplant, um zu sehen, wie voll unsere Honigräume schon sind, bzw ob es schon Schwarmstimmung im Volk zu beobachten gibt. Und dann das: Die königin hat sich irgendwie in den Honigraum gemogelt und dort jede Menge Eier gelegt!!! 😦 Wir mussten den ganzen Kasten auseinander nehmen, um brutfreie Rahmen in den Honigraum zu verlagern und die bereits mit Brut versehenen Rähmchen in die Bruträume zurück. Als erstes haben wir die Königin in einem Clipkäfig gefangen, damit wir genau wissen, wo sie ist…

Meine Schwester hat ein paar Bilder gemacht:

Bild 1: Zwischen 1.&2. Brutraum ist die Hölle los, Bild 2: Momentaufnahme, Bild 3: Sehr schöne Honigwabe, zur Hälfte schon verdeckelt, Bild 4: Bienen auf Honigwaben

Bienen bei Kälteeinbruch

Gestern wäre eigentlich die reguläre Durchsicht bei den Bienchen dran gewesen. Da es aber so kalt war, unter 6°C, und die Temperaturen waren für die Nacht unter 0 angeküngigt, da haben wir das mal sein gelassen. Die brauchen ja sonst wieder eine Weile, bis sie die Raumtemperaut wieder hoch geheizt haben. Bei dem Wetter herrscht so wie so keine Schwarmstimmung, das wäre auch der eigentliche Grund für die Durchsicht gewesen: Die Stöcke auf Weiselzellen zu untersuchen.

Unsere 2 neuen Völker machen sich prächtig, ich bin sehr gespannt, wie sich entwickeln werden.

In der Zwischenzeit haben wir die Zargen und die Rähmchen vom toten Volk im kochenden Wasser desinfiziert vorsichtshalber. Wir nehmen an, dass sie durch die Varroamilbe eingegangen sind, weil wir keine anderen Hinweise auf Krankheiten feststellen konnten. Vorsichtshalber haben wir die Rähmchen und die Zargen noch mit einer Lötlampe abgeflämt, damit auch keine Keime sich irgendwo verstecken können.

Ebenso haben wir uns nun einen Sonnenwachsschmelzer zugelegt. Somit müssen wir den Wachs nicht mehr wegschmeissen, sondern können unseren eigenen Wachskreislauf in Schwung bringen. Ich bin gespannt, ob sich diese Investition auch wirklich lohnt, das wird sich noch herausstellen…

 

1. Tag Grundkurs und Durchsicht

Der 1. Tag beim Grundkurs letzte Woche war anstrengend, aber sehr cool. Die Vortragenden sowohl auch die Teilnehmer sind sehr nett, und für uns die beste Gelegenheit andere Imker aus der Region kennen zu lernen. Der vormittag war sehr theoretisch mit für uns wenig neuen Sachen, das war aber eh erwartungsgemäss. Wichtig war, dass man andere Imker kennen gelernt hat, um sich ein bißchen austzutauschen. Nach der Mittagspause sind wir dann live an Bienenvölker ran und haben eine große Durchsicht gemacht. Den einen oder anderen praktischen Tipp habe ich von dort mitgenommen. z.B. die Rähmchen auf einer Seite markieren, damit man sie nicht aus Versehen verkehrt herum zurück in die Zarge stellt. Oder, dass man bei angriffslustigen Völkern die Königin austauschen sollte, damit man sanftmütige Mädels bekommt.

In 2 Wochen ist der nächste Teil dran, freue mich schon drauf! Im praktischen Teil werden wir Königinnen markieren lernen, theoretisch werden wir die totale Brutentnahme durchgehen. Dies ist eine krasse, aber komplett chemiefreie Methode, um die Varroamilbe sehr effektiv zu bekämpfen.

Die Durchsicht unserer Völker ein paar Tage später war einfach nur genial!!!  😀

1)Volk 4, der Schwarm vom letzten Jahr ist stark, aber noch ein bißchen ausbaufähig. Drohnenrahmen rein, aber noch keinen Honigraum aufgesetzt, das schauen wir uns nächste Woche noch mal an.

2)Volk 3 ist aus allen Nähten geplatzt, die haben überall hin, wo noch ein kleinstes bisschen Platz war Wildbau betrieben, wir haben aber nur einen Spielnapf gefunden, der leer war. Hier haben wir den Honigraum aufgesetzt und einen Drohnenrahmen in die 2. Zarge  gegeben. Die haben schon sooo viel Nektar eingetragen, sodass wir auf eine gute Ernte hoffen können.

3)Volk 2, unser Agrovolk, war wie ausgewechselt. Die waren ja viel entspannter als Volk 3, – das gabs noch nie!!! Die sind auch sehr stark, die Auslastung des vorhandenen Platzangebotes ist ideal gewesen. Hier haben wir auch den Honigraum aufgesetzt und 4 Futterwaben ohne Brut nach oben versetzt und Mittelwände und einen Drohnenrahmen in die 2. Zarge.

Alles sehr, sehr erfreulich! 😀

Chorkonzert

Das Konzert war echt richtig anstrengend, aber die Leute waren begeistert. Ich dachte ja, dass bei dem tollen Wetter das Kloster nur halb voll sein würde, aber es war gerappelt voll! Haben die Leute nix besseres zu tun? 😉

Wir haben 2 Messen gesungen von Liszt und Widor in Begleitung von 2 Oboen, 2 Fagotti, 2 Posaunen und 2 Trompetern, zum Schluß dann noch ein prächtiges Te Deum. Die Generalprobe war nicht so überragend ehrlich gesagt…das hat mich ein bisschen verunsichert, aber letztendlich war die Aufführung eine Runde Sache. Anscheinend jedenfalls… 😉

Als Zwischenspiel hatten wir auch einen recht bekannten Organisten dabei, der dann zum Schluss noch Varianten von B-A-C-H  gespielt hat. Er hatte uns schon mal bei einem Konzert begleitet, aber irgendwie werde ich mit seiner Spielweise nicht warm. Ich finde es zu anspruchsvoll für meinen einfachen Gehörgang…

Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht!

 

 

Bienchenreport…

…soooo, in ca. 2 Wochen bekommen wir noch 2 weitere Völker. Was ein Glück haben wir uns bei unserem Großhändler des Vertrauens so früh angemeldet, dass wir noch 2 Völker wollten, sonst hätten wir keine bekommen. Das Bienensterben ist dieses Jahr sehr schlimm. Die neuen Kästen sind mit Leinöl 3x gestrichen, die Rähmchen sind parat, der Standort ist vorbereitet – sie können kommen! 😀

Nächste Woche fängt der neue Kurs an, es ist der Grundkurs vom Deutschen Imker Bund, (DIB). Eigentlich bräuchte ich den nicht machen, das Wissen habe ich ja bereits, allerdings finde ich es wichtig, alles noch mal von einer anderen Sicht vermittelt zu bekommen. Es gibt immer verschiedene Arbeitsweisen und vielleicht kann man sich das eine oder andere Scheibchen abschneiden. Ausserdem findet der Kurs in meiner Nähe statt, bei einem Imkerverein, der auch Königinnenzucht betreibt. Die beste Gelegenheit noch andere Imker in der Region kennenzulernen und mehr über die Königinnenzucht zu erfahren. Bin gespannt.

Ansonsten gehts unseren Mädels prächtig, das Wetter ist momentan ideal, – viel Sonne und kein Regen, -die Blüten können sich bestens entwickeln und haben Zeit den Nektar zu produzieren. Bei Regen oder Kälte ist immer die Gefahr im Frühling, dass die Frühblüher und damit wichtigste Nahrungsquelle kaputt gehen.

 

Sooo, da bin ich mal wieder…

…Urlaub, schwere Krankheit in der engen Familie, Bienen, Chor, Freizeitstress…

Das mal so in Kürze.

Urlaub auf La Palma: Mit leichten Wanderungen und ner bösen Erkältung mit Fieber. Und einer Bienenart, die gegen die Varroa resistent ist, aber die leider hier in unseren Gefilden keine Überlebenschance hat. La Palma hat uns umgehauen, wir wollen noch mal hin!

Von unseren Bienenvölkern ist leider eines gestorben. Was im Durchschnitt hier in der Region nix ist, – unser Imkerpate hat von seinen 20 Völkern 8 verloren, unser Imkergroßhandel hat von seinen 540 Völkern ca 40% verloren. Der hat es untersuchen lassen: Die Varroamilbe ist schuld. Sie konnte sich letztes Jahr bei den Witterungsbedingungen bestens vermehren. Obwohl wir nicht so hart getroffen worden sind, traurig sind wir trotzdem.

Nächstes Wochenende geben wir ein Chorkonzert, wir singen 2 Messen, die sooo anstrengend sind, dass ich nach jeder Probe heiser bin. Krass, ich bin ein bisschen aufgeregt, ob meine Stimme mir da nicht mal abhauen wird.

 

 

 

Weisheiten des Alltags

Letztens habe ich einen Artikel gelesen, auf denen 13 Fähigkeiten angepriesen werden, die schwer zu erlernen seien, aber sich ein Leben lang auszahlen würden. Da kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen…je mehr man davon umsetzt, desto besser und glücklicher lebt man! Ihr bestimmt auch, oder?

1)Sich an feste Schlafenszeiten halten.

2)Sich empathisch verhalten

3)Ein gutes Zeitmanagement umsetzen

4)Sich nicht scheuen nach Hilfe zu fragen, egal ob im Freundeskreis oder im Beruf

5)Beständig sein, verlässlich sein

6)Sich selbst gut zureden in kritischen Situationen

7)Wissen, wann es besser ist den Mund zu und wann nicht…;-)

8)Anderen Menschen gut zuhören können

9)Sich wirklich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern

10)Sich nicht an Klatsch und Tratsch beteiligen

11)Unvoreingenommen in neue Situationen rein gehen und sich nicht vorher ein genaues Bild machen wollen.

12)Gedanklich nicht abschweifen, sondern im Hier und Jetzt gedanklich bleiben/sein.

13)Vor großen Menschenmengen sprechen

14) Zudieser Liste würde ich noch Sport treiben/ für ausreichend Bewegung sorgen dazu nehmen….Also 14 Fähigkeiten…